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Katzenkralle – Uncaria Tormentosa

Geschichte:

Die Entdeckung von Uncaria tomentosa gilt als eine der bis jetzt wichtigsten in Bezug auf Heilpflanzen aus dem Regenwald. Traditionell wurde das Heilkraut von den Ureinwohnern gegen Arthritis, Gastritis, Krebs, Verdauungsstörungen und Infektionen verwendet.

Forschungen und klinische Studien auf der ganzen Welt zeigen auf, dass „Katzenkralle“ in hohem Maße antiviral, antikarzinogen, antioxidierend und entzündungshemmend wirkt. Spezifische Wirkstoffe der Heilpflanze sind ausgesprochen starke Immunstimulantien (durch Steigerung der T- und B-Lymphoyten). Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ergaben klinische Beobachtungen eine deutliche Verbesserung der Symptome nach regelmäßiger Einnahme von „Katzenkralle“.

Die aus eingehenden Forschungsstudien gewonnenen Daten zur  krebshemmenden Wirkung bei den verschiedensten Tumorarten sind sehr vielversprechend. Besonders erwähnenswert sind Prostata-, Brust-, Magen-, Knochen-, Lungen-, Eierstockkrebs, Lymphome und Leukämie. Die Heilpflanze aus dem Amazonas kann folglich sehr gut zusätzlich zur Krebstherapie verabreicht werden.

Es gibt auch konkrete Hinweise dafür, dass Uncaria tomentosa beim Vorliegen von Epstein Barr, Asthma bronchiale, chronischer Müdigkeit, Bluthochdruck und Krampfadern therapeutisch wirksam ist.


Umgangssprachliche Namen:

Uña de Gato, Cat’s Claw, Griffe de Chat'


Pflanzenfamilie:

Rötegewächse (Rubiaceae)


Vorkommen:

Uncaria tomentosa ist ein mächtiges Lianengewächs, dessen Klimmsträucher oft eine Länge von bis zu hundert Meter erreichen können. Da die sichelförmig gekrümmten Halteorgane der dornigen Heilpflanze an die Krallen einer Katze erinnern, wird Uncaria tomentosa im deutschsprachigen Raum „Katzenkralle“ genannt. Ihr Vorkommen erstreckt sich im tropischen Amazonaswald vom nördlichen Bolivien über Peru, Brasilien, Kolumbien bis Honduras und Belize.


Botanische Beschreibung:

Die Wurzeln der Katzenkralle wachsen horizontal an der Grenzschicht von Lehm und lockerem organischen Material, wenige Zentimeter unter der Oberfläche. Oberirdisch bildet die Pflanze an ihren Haupttrieben, die ins Blätterdach ihrer Trägerbäume reichen, Kurztriebe mit ovalförmigen Blätterpaaren. In den Blattachseln befinden sich sichelförmig gekrümmte Halteorgane, die an die Form einer Katzenkralle erinnern. In der Blütezeit bilden sich an Stelle der Dornen rispenförmig angeordnete Blütendolden mit gelber Färbung.


Wirkstoff/Droge:

Die Wurzel enthält 2–3 % Oxindolalkaloide. Der Stamm Terpenoide, insbesondere Quinovinsäureglykoside, Urolsäurederivate und Sterole..

Medizinisch verwendet werden Wurzeln und der Stamm von wild wachsenden Pflanzen


Medizinische Eigenschaften:

antiviral, antikarzinogen, antioxidierend und entzündungshemmend


Dosierung:

  • 2-3 Eßlöffel der Droge auf 1 Liter kochendes Wasser. 15min ziehen lassen. Abfiltrieren und über den Tag verteilt trinken. Die Kur kann bis zu einem Jahr gemacht werden.
  • Extrakt der Wurzel oder aus Teilen des Stammes