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Purpurner Sonnenhut – Echinacea Pupurea L.

Geschichte: 

Die Pflanze kam ursprünglich aus Nordamerika und wurde von den Indianern schon lange als Mittel gegen Bakterien, bei Schlangenbissen und als Pflanzenbrei zum Verbinden von Wunden genutzt. Später kam sie auch in der westlichen Medizin und in der Homöopathie in Gebrauch.


Umgangssprachliche Namen:

 Igelkopf, Kegelblume, purpurfarbene Kegelblume, purpurfarbener Igelkopf, rote Sonnenblume, purpurfarbener Sonnenhut, Rutbeckie


Pflanzenfamilie:

Korbblütler (Asteraceae) 


Weitere heilwirksame Arten: 

Blassblütiger Sonnenhut (E. pallida), schmalblättriger Sonnenhut (E. angustifolia) 


Botanische Beschreibung 

Je nach Art wird der Sonnenhut bis zu 180 cm hoch. Charakteristisch sind seine Blüten mit den nach unten geschlagenen Blütenblättern und den an einen Igel erinnernden Blütenkopf. Die Pflanze ist mit einer Pfahlwurzel, die zahlreiche Nebenwurzeln hat, im Boden verankert. Aufrechter, mit Haaren besetzter, dünner Stengel. Die lanzettlichen Blätter sind ganzrandig und stehen zerstreut am Stengel. An der Spitze des Stengels sitzt eine einzige große Körbchenblüte mit kegelförmigen Blütenboden und 12 – 15 rosa bis purpurrot gefärbten Strahlenblüten. Schmalblättriger und blassblütiger S. sind vom Aussehen sehr ähnlich und unterscheiden sich vor allem in der Wuchshöhe. Der schmalblättrige Sonnenhut erreicht nur eine Höhe von 50 cm, während der blassblütige bis zu 120 cm hoch wird. Die Pollenkörner sind bei purpurnen und schmalblättrigen Sonnenhut gelb, beim blassblütigen weiß.


Vorkommen:

Der Sonnenhut stammt aus Amerika und gedeiht dort auf trockenen, sandigen Böden. Wegen seiner wunderschönen Blüten wird er jedoch bei uns schon lange als Zierpflanze in Gärten angepflanzt. 


Blütezeit:

Blüht über den ganzen Sommer.


Angewandter Pflanzenteil:

Vor allem die Wurzel, aber auch die Blätter und das Kraut.


Inhaltsstoffe:

Echinacin, ätherisches Öl, Harze, Bitterstoffe, Phytosterine, Stärke


Medizinische Eigenschaften:

Immunabwehr-stimmunlierend, antibiotisch, wundheilend, entzündungshemmend, geschwulsthemmend


Anwendungsgebiete:

Bei Erkältungskrankheiten, Husten, Bronchitis, grippalen Infekten, zur allgemeinen Stärkung der Abwehrkräfte, Grippevorbeugung, zur Unterstützung bei versch. Hautkrankheiten, Abszessen, Geschwüren, leichten Verbrennungen, schlecht heilenden Wunden


Dosierung:

Sonnenhut wird meistens als Fertigpräparat im Handel angeboten, z.B. als Heilpflanzensaft für die innere Einnahme. Für die äußere Anwendung eignet sich die Herstellung einer Tinktur aus Kraut und den Wurzeln